E-Commerce Geschichte, Teil 1: boo.com
Wir möchten hiermit eine neue Kolumne in unserem Blog eröffnen: Das E-Commerce Geschichtsbuch.
Darin stellen wir Ihnen unterschiedliche E-Commerce Projekte aus der, noch jungen, Historie des Online-Shoppings vor.
Schon 10 Jahre liegt es zurück, im Jahr 1999, da habe ich meine ersten Erfahrungen mit dem Online-Handel gemacht. Das Online Bekleidungsgeschäft boo.com hatte ein großes Medienecho hervorgerufen und bewog mich dazu dort meinen ersten Online-Kauf zu tätigen.
boo.com war eine britische Firma, die von den Schweden Ernst Malmsten, Kajsa Leander und Patrik Hedelin gegründet wurde. Sie verkauften vom Herbst 1999 bis mitte 2000 Designer-Begkleidungsstücke im Internet.
Die Bedienung des Shops basierte auf Flash und Javascript-Technologien und wurde deswegen häufig kritisiert, da die Bedienbarkeit insgesamt darunter litt. Das Design war modern und jugendlich. Damit waren lange Übertragungszeiten verbunden, in Zeiten ohne DSL oder Glasfaser kaum erträglich.
Trotzdem machte boo.com gute Umsätze, scheiterte dann aber an mangeldem Kapital zur Wachstumsfinanzierung. Dieses stand damals – Mitte 2000 – nicht mehr zur Verfügung. Das Vertrauen der Kapitalgeber in die “Dot-Com” Firmen war gesunken. Die berühmte “Dot-Com Blase” war geplatzt.
Auf der boo.com Domain ist seit Mai 2007 eine Seite mit Reise-Empfehlungen zu finden.
Wer mehr über dieses Kapitel der E-Commerce Geschichte erfahren möchte, dem sind folgende Lektüren empfohlen:
- Wikipedia Artikel in der englischen Wikipedia
- Das Buch “Boo Hoo” 135 Millionen Dollar in 18 Monaten – Eine Dot.Com Story
- Einige Screenshots der alten Seite sind über die Google Bildsuche verfügbar
Übrigens: Gelegentlich stoße ich auf “historische Artefakte” dieser Bestellung: Die Rechnung von boo.com auf aufwändig designtem Briefpapier gedruckt und ein Werbegeschenk: Ein falltbarer Hut mit boo.com Logo, der der Bestellung beilag. Vielleicht irgendwann Museumsstücke eines E-Commerce Museums?
Ein Kommentar zum Thema “E-Commerce Geschichte, Teil 1: boo.com”
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08 Januar 2011 um 00:19 Uhr
[...] gibt es hierzu vorwiegend englisch-sprachige Artikel im Netz, aber als Einstieg habe ich einen Kölner Blog-Eintrag gefunden, der seinerseits auf den englischen Wikipedia-Beitrag verweist, aus dem ich nun zitieren [...]